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Steuerlexikon T

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Begriffe

  1. Tantiemen
  2. Tarif
  3. Teilwert
  4. Teilwertabschreibung
  5. Telefonkosten
  6. Trinkgeld

Tantiemen

Tantiemen gehören zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit. Gewöhnlich sind Tantiemen eine zusätzliche Vergütung für Geschäftsführer einer GmbH. In der betrieblichen Praxis werden Umsatztantiemen sowie Gewinntantiemen gezahlt. Werden Umsatztantiemen an einen Gesellschafter-Geschäftsführer gezahlt, kann dies zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führen. Denn hier prüft das Finanzamt sehr kritisch, ob diese Tantieme auch einem Geschäftsführer, der nicht an der GmbH beteiligt ist, gezahlt worden wäre. Zudem wird die Ansicht vertreten, dass Umsatztantiemen der Gesellschaft keinen Vorteil bringen, da ein höherer Umsatz noch lange keinen höheren Gewinn garantiert.

Demgegenüber sind Gewinntantiemen unbedenklicher. Jedoch kann auch bei einer Gewinntantieme eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen, wenn nur eine Gewinntantieme und kein Gehalt vereinbart wird oder wenn die Summe aller Bezüge (Arbeitslohn, Tantieme, Pensionszusage) an einen Gesellschafter-Geschäftsführer als zu hoch eingestuft wird.

Praxistipp:

Übersteigt eine Gewinntantieme 50 Prozent des Jahresabschlusses, besteht die Gefahr, dass der die 50 Prozent-Grenze übersteigende Betrag als verdeckte Gewinnausschüttung beurteilt wird. Abhilfe könnte eine Erhöhung der Gesamtvergütung bringen (Niedersächsisches Finanzgericht, Urteil vom 20.11.2003, Aktenzeichen: 6 K 30/02)

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Tarif

Die Einkommensbesteuerung erfolgt entweder nach dem Grundtarif oder dem Splittingtarif. Der Splittingtarif kommt bei

  • Eheleuten, die sich zusammen zur Einkommensteuer veranlagen lassen,
  • Witwer/ Witwen im Jahr nach dem Tod des Ehegatten,
  • Geschiedenen im Scheidungsjahr

zur Anwendung. In allen anderen Fällen gilt der Grundtarif.

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Teilwert

Der Teilwert ist der Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebes im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde. Dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortführt. Häufig entspricht der Teilwert dem Verkehrswert.

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Teilwertabschreibung

Eine Teilwertabschreibung ist bei allen Wirtschaftsgütern des Anlage- und Umlaufvermögens möglich. Sie kommt zur Anwendung, wenn der Teilwert eines Wirtschaftsgutes niedriger ist als dessen Anschaffungskosten oder Herstellungskosten vermindert um die Abschreibung. Diese Differenz zwischen Buchwert (Anschaffungskosten/ Herstellungskosten minus Abschreibung) und Teilwert kann Teilwertabschreibung abgeschrieben werden.

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Telefonkosten

Private Telefonkosten können bei den Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit als Werbungskosten abgezogen werden, wenn sie beruflich veranlasst sind. Alternativ ist eine Kostenerstattung durch den Arbeitgeber möglich.

Der berufliche Nutzungsanteil ist nachzuweisen. Seit dem 1.1.2002 wurde die Nachweisführung des Steuerpflichtigen wesentlich vereinfacht. Werden die beruflich bedingten Telefonkosten für einen repräsentativen Zeitraum von 3 Monaten im Einzelnen nachgewiesen, kann der so ermittelte beruflichen Kostenanteil für den gesamten Veranlagungszeitraum zu Grunde gelegt werden. Beim Einzelnachweis werden folgende Angaben verlangt: Tag des Gespräches, Gesprächsteilnehmer, Zielort, Gesprächsgebühren oder Dauer des Gesprächs. Ohne Einzelnachweis werden pauschal 20% jedoch höchsten 20 Euro im Monat als Werbungskosten anerkannt.

Zu den Telefonkosten gehören die Gesprächskosten, Grundgebühren, Gerätekosten und die Anschlussgebühren. Diese Kosten können beim Werbungskostenabzug berücksichtigt werden. Bei einer Kostenerstattung durch den Arbeitgeber sind lediglich die Gesprächsgebühren berücksichtigungsfähig. Anders liegt der Sachverhalt, wenn der Arbeitgeber einen Zweitanschluss in der Wohnung des Arbeitnehmers einrichten lässt und eine private Nutzung dieses Anschlusses ausdrücklich untersagt wird. In diesem Fall kann der Arbeitgeber alle Kosten für den Zweitanschluss steuerfrei dem Arbeitnehmer erstatten.

Nutzt der Arbeitnehmer das betriebliche Telefon für Privatgespräche so ist der daraus erzielte Vorteil in unbeschränkter Höhe steuerfrei.

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Trinkgeld

Steuerfrei sind ab dem 1.1.2002 Trinkgelder, die Arbeitnehmer anlässlich einer Dienstleistung von Kunden oder Gästen freiwillig erhalten ohne dass hierfür ein Rechtsanspruch besteht. Demgegenüber sind Trinkgelde mit Rechtsanspruch in voller Höhe steuerpflichtiger Arbeitslohn. Hierzu gehören zum Beispiel Bedienzuschläge im Gaststättengewerbe und Metergelder im Transportgewerbe.

Erhalten selbstständige Chefs (z.B. Handwerker) Trinkgelder, so sind diese im vollen Umfang steuerpflichtige Betriebseinnahmen, die auch der Umsatzsteuer unterliegen.

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